Menschen, Kaffee und Wein

Man muss es doch auch mal von der realistischen Seite betrachten: Morgens Kaffee, vor der Arbeit. Wer kann da schon gut gelaunt sein. Abends Wein, der geduldig der Sorgen des Tages lauscht und dich dann friedlich in den Schlaf des Vergessens ins Bett rein haut. Morgens das böse Erwachen, der Schädel brummt, Gedanken kreisen um das Gestrige, hätte man bloß vom Wein gelassen, der so geduldig dich hat reden lassen. Nun soll es ein starker Kaffee richten und den Restwein vernichten. Und schon laufen wir im Kreis, abends dann wieder Wein – ich weiß, es ist immer wieder derselbe Scheiß.

Tausende ertrunkene Flüchtlinge und ein toter Flüchtlingsjunge

Eigentlich wollte ich dazu ja nichts schreiben, aber diese kommerzielle Masche der Medien geht mir tierisch auf die Nerven. Worum gehts? Es geht um die Flüchtlinge! Tausende Flüchtlinge, die im Mittelmeer ertrunken sind wurden von den Medien nicht annähernd so exklusiv vermarktet, wie ein ertrunkener Flüchtlingsjunge. Der ertrunkene Junge wird von den Medien wie eine Trophäe in der ganzen Welt gezeigt. Tausende tote Flüchtlinge, darunter auch sehr viele Kinder, waren den Medien mehr oder weniger eine allgemeine Meldung wert. Mehr nicht!

Wenn wir jetzt tote Kinder brauchen, um endlich zu begreifen, dass diese Menschen unsere Hilfe brauchen, dann ist das ja wohl der Gipfel der Unmenschlichkeit!

Wer ist eigentlich Ausländer?

Wer ist eigentlich Ausländer? Die Menschen, die aus Angst vor Folter und Mord ihre Heimat verlassen, oder jene, die diese Menschen lieber in den tot schicken würden?

Es gibt eigentlich keine Ausländer. Es gibt bloß ein paar Idioten, die ihre beschränkte Gedankenwelt energisch verteidigen. Denn wer seine eigene Spezies ausgrenzt, ist entweder ein völliger Vollidiot oder ein gehirnamputierter Ausländer.